Wir übergeben die Preise der ersten Spendenetappe

„He, kleiner Fratz auf dem Kinderrad, mit den Haaren im Wind, auf den Wangen die Sonne
saust du vorbei wie der Blitz … flitz!“ – Hermann van Veens bekanntes Lied im Ohr haben und dann die strahlenden Augen der Kinder sehen, die am 4. Juni 2020 von Little John Bikes drei Fahrräder geschenkt bekommen haben – das war ein Erlebnis.

Feierliche Übergabe

Genauer gesagt waren es drei Fahrräder, drei Fahrradhelme, drei Paar Handschuhe, viele Trinkflaschen und jede Menge Fahrradschals, die Julia von CHECKSTONE gemeinsam mit drei Mitarbeitern von Little John Bikes Anfang Juni dem Leipziger Kinderheim TABALUGA feierlich überbrachte.

Spaß am Fahrradfahren ermöglichen

„Die Idee entstand aus der Fahrradchallenge Die Parallele Passion heraus, die CHECKSTONE initiiert“, erzählt Julia. „Denn alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer fahren begeistert Fahrrad. Auch Kinder sind mit ihren Eltern dabei. Doch was ist, wenn Kinder gar kein Fahrrad haben? Sie können dann – ob mit oder ohne Teilnahme an einer Challenge – den Spaß am Fahrradfahren gar nicht erleben. Gerade Kindern aus einem sozial schwächeren Umfeld oder in staatlicher Obhut kann es so gehen.“

Versprechen eingelöst

„Darum haben wir als Partner der Parallelen Passion gesagt: Das Motto von Little John Bikes ist ,Begeisterung erfahren’ – passt doch prima zum Wunsch der Challenge-Initiatoren, die gemeinsam gefahrenen Kilometer mit etwas Gutem zu verbinden“, berichtet Jan Schneidewind, Marketingleiter des Fahrradhändlers Little John Bikes mit bundesweit über 30 Filialen. „Unser Versprechen war: Sind die ersten 250.000 km der Challenge gefahren, schenken wir dem TABALUGA Kinderheim alles, was man zum Fahrradfahren benötigt.“

Lieferwagen vollgepackt

Früher als gedacht war es soweit, bereits Ende Mai zeigte der Zähler der Parallelen Passion die erste Viertelmillion an Kilometern. Ein paar Tage später wurde in der Filiale von Little John Bikes in Rückmarsdorf ein Lieferwagen vollgepackt, und los ging es zur Übergabe der Geschenke zum TABALUGA Kinderheim in den Nordosten Leipzigs.

Fahrräder und mehr, Charity: Fahrräder und mehr für TABALUGA-Kinder

Bunte Bilder zum Willkommen

Wegen der Corona-Problematik musste die kleine Zeremonie vor dem Gebäude des Kinderheims stattfinden. Neben Julia von CHECKSTONE und Jan von Little John Bikes waren auch Stefan Lozowik, der Onlinemarketing-Verantwortliche des Fahrradhändlers, und Frank Rath aus der Filiale Leipzig-Rückmarsdorf dabei. Die Kinder hatten gemeinsam mit den Betreuerinnen und Betreuern bunte Bilder gemalt und kunstvoll in einem Rahmen befestigt – ein toller Hintergrund für das Miteinander, das aufgrund der Hygienemaßnahmen selbstverständlich nur mit wenigen Teilnehmern und Sicherheitsabstand möglich war. Außerdem bastelten sie Bilder mit Fuß- und Handabdrücken, die als Erinnerungsstück mitgenommen werden konnten.

Große Freude für alle

Julia Weise, die Leiterin des Kinderheims, rief drei Kinder heraus, die die Räder einmal stellvertretend für die anderen testen sollten. Die Kinder und auch Julia Weise waren sichtlich angetan von den Rädern und freuten sich sehr. Ein Mädchen ging zielsicher auf ein Rad mit „Capt´n Sharky“-Logo zu und sicherte sich dies, weil sie Piraten mag. „Ich werde das Rad ein Leben lang putzen!“, versicherte sie und fügte hinzu: „Damit es gut erhalten bleibt!“ Später sagte sie noch: „Ich möchte den lila Helm. Denn ich steh auf Lila!“

Wiederkommen und alte Räder reparieren!

Die Erwachsenen blieben noch eine Zeit miteinander im Gespräch. Dabei erfuhren die Gäste, dass zwar bereits einige Fahrräder im Kinderheim vorhanden seien, ihr Zustand allerdings zu wünschen übrig ließe. „Wir boten an, dass wir mal einen Tag freinehmen und uns der Räder annehmen werden“, erzählt Frank. „Ja, wir werden mit einem Wagen voller Werkzeug, Schläuchen, Mänteln und anderem Material wieder herkommen, die Räder checken und natürlich reparieren“, freut sich Stefan „Die Kontaktdaten haben wir gleich vor Ort ausgetauscht.“

Neue Aktivitäten ermöglichen

Das TABALUGA Kinderheim, benannt nach dem bekannten Märchen-Drachen, bietet umfangreiche Hilfe für die Kleinen und deren Familien an. Julia Weise: „Die Kinder sollen in einem sicheren Umfeld bestmöglich gefördert werden. Fahrräder sind natürlich kein Allheilmittel. Doch sicher können wir damit neue Aktivitäten ermöglichen und den Kindern schöne Momente bescheren.“   

TABALUGA – wie in einer Familie

Insgesamt bietet TABALUGA Platz für 34 Kinder im Alter von null bis 12 Jahren, verteilt auf fünf Wohngruppen. Ebenso viele Personen sind im „Drachenheim“ beschäftigt. Die Kinder werden rund um die Uhr in drei Schichten von pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreut. „Wie in einer Familie werden die Kinder morgens geweckt, gewaschen und angezogen. Die Älteren stehen selbst auf und machen sich fertig. Dann folgt das gemeinsame Frühstück“, berichtet Julia Weise. „Anschließend geht es in den Kindergarten oder die Schule und danach in Hort. Die Kleinsten werden in den Vormittagsstunden im Kinderheim betreut. Sie spielen, malen, toben, wir gehen auch mit ihnen spazieren und einkaufen.“

Förderung ganz wichtig

Fast alle Kinder erhalten spezielle Förderung, zum Beispiel Logo-, Ergo- oder Physiotherapie. Über den TABALUGA-Förderverein werden dank Spendengeldern Musik-, Kunst- und Reittherapie angeboten. Dazu kommen Ausflüge, zum Beispiel in den Zoo, auch Urlaubsfahrten finden statt.

Alles anders wegen Corona

All das sah und sieht aufgrund von Corona natürlich etwas anders aus. In der ersten strengen Zeit der Distanz waren die Kinder ganztags im Heim, alle Therapien und Ausflüge fielen aus, Besuche fanden nicht mehr statt. Die Kinder sahen darum auch ihre Eltern für sehr lange Zeit nicht mehr, konnten jedoch mit ihnen telefonieren. Die Kinder und Beschäftigten erlebten in dieser Zeit hingegen mehr Zusammenhalt und Entschleunigung. „Durch weniger Aufgaben und Stress kamen wir irgendwie alle zur Ruhe“, erinnert sich Julia Weise.

Viel durch Spenden finanziert

Über die Trägerschaft der Volkssolidarität SV Leipzig e.V. erfolgt die Grundversorgung des Heims. Lebensmittel, Hygieneartikel, Reinigung, Kultur, Schulmaterial und Beschäftigungsmaterial werden so finanziert. Julia Weise: „Dank der Gelder des Fördervereins können wir weitere Anschaffungen tätigen. Dazu gehören zum Beispiel Spielgeräte für den Gartenbereich und Bekleidung, weil die öffentlichen Gelder manchmal einfach nicht ausreichen.“ Feste und Feiern werden ebenfalls durch die Spendengelder ermöglicht. Darüber hinaus gehören Dienstautos dazu, um die Kinder zu ihren Therapiestunden zu fahren.

Den Schutzraum für Kinder unterstützen

TABALUGA erhält zusätzlich Kleiderspenden und Spielzeug sowie in den vergangenen Jahren vermehrt Gutscheine für verschiedene Läden und Geschäfte. „Darüber freuen wir uns sehr, weil wir dann dort bestimmte Dinge bei Bedarf einfach einkaufen können. Das hilft uns im Alltag immer wieder weiter“, sagt Julia Weise. Verschiedene Firmen bringen sich durch Projekte in die Einrichtung ein. „Solche Aktionen werden im Vorfeld engmaschig mit uns abgestimmt und geplant. Denn wir müssen schauen, was für die Kinder gut ist und welche Dinge auch einfach überfordern. TABALUGA ist ja der Schutzraum für die Kinder.“

Neuer Freund: Little John Bikes

In der Coronakrise ging die Zahl der Spenden verständlicherweise zurück. Nun freuen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber natürlich auch die Kinder über weitere Unterstützer, und der Förderverein ist offen für neue Mitglieder. Einen besonderen Freund hat TABALUGA ja bereits gewonnen: Er heißt Little John Bikes und wird demnächst die alten Fahrräder unter die Lupe nehmen.

Große Fahrrad-Reparier-Aktion geplant

Vielleicht kommen zur großen Durchcheck- und Reparieraktion mit Jan, Stefan und Frank von Little John Bikes ja weitere Kolleginnen und Kollegen mit. Denn zu tun gibt es einiges – und die Kinder kennen sich durch die neuen Fahrräder mittlerweile prima aus. Schließlich haben alle die neuen Fahrräder bereits ausprobiert. Sie wissen also, was alles zu einer guten Ausstattung gehört und können die alten mit den neuen Rädern vergleichen.

Fahrräder und mehr, Charity: Fahrräder und mehr für TABALUGA-Kinder
Julia Weise, Julia Walther, Jan Schneidewind, Frank Rath

Kilometer machen für schöne Vorhaben

Kann Little John zaubern, dann werden die alten Fahrräder anschließend genau so schön zu fahren sein wie die neuen, und vermutlich kann dieser Fahrradhändler wirklich zaubern. Denn als klar war, dass TABALUGA bei 250.000 Kilometern auf dem Zähler der Parallelen Passion neue Fahrräder samt Ausrüstung bekommt, war dieser Wert schnell erreicht. Für ein schönes Vorhaben tritt man halt gern noch schneller in die Pedale.

Bilder erinnern an wichtige Dinge

Und was geschah mit den von den Kindern gemalten Hand- und Fußabdrücken, die bei der Übergabe für den feierlichen Hintergrund sorgten? „Die haben wir unter uns aufgeteilt“, sagt Jan Schneidewind. „Nun erinnern uns die Bilder an unseren Arbeitsplätzen an vier ganz wichtige Dinge im Leben.“ Welche das sind? Julia von CHECKSTONE, Jan, Stefan und Frank von Little John Bikes grinsen.

Viele Menschen glücklich machen

„Dass man zum Fahrradfahren Hände und Füße braucht“, sagt Julia.

„Dass man beim Fahrradfahren gute Laune bekommt“, ergänzt Jan.

„Dass man durch die Parallele Passion gemeinsam hunderttausende von Kilometern erfahren und mit dem damit verbundenem Charity-Gedanken viele Menschen glücklich machen kann“, gibt Stefan zu bedenken.

„Dass es nicht nur darum geht, Fahrräder und Ausrüstung zu schenken. Sondern dass das Kreise zieht und wir nun zum Beispiel die TABALUGA-Kinder dabei unterstützen, mit ihren Fahrrädern immer sicher unterwegs zu sein,“ freut sich Frank.

Sonnenlicht in wirbelnden Speichen

Wer weiß, was noch daraus wird. Fest steht auf jeden Fall, dass es im Osten Leipzigs und vielleicht darüber hinaus sehr bald einige Kinder mehr gibt, denen man hinterhersingen kann: „He, kleiner Fratz auf dem Kinderrad, das Sonnenlicht spielt in den wirbelnden Speichen, der Radweg glänzt wie Lakritz … flitz!“ 

Hier geht es zur Charity-Übersicht: Charity der Parallelen Passion

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