Menschen hinter der Parallelen Passion: Stefan Lozowik

Wir stellen die Menschen hinter der Parallelen Passion vor.

Für jeden Tag der Woche ein Fahrrad – theoretisch. Klingt nach Luxus, ist für einen Fahrrad-Enthusiasten wie Stefan Lozowik jedoch normal. Denn der diplomierte Wirtschafts- und Sozialgeograph ist seit acht Jahren der Online-Marketingverantwortliche des Fahrradfachhändlers Little John Bikes. Stefan fährt Fahrrad wie andere Auto und begeistert Menschen dafür, das ebenfalls zu tun.

Fürs Training immer schon Rad gefahren

„Seit ich denken kann, fahre ich Fahrrad“, sagt Stefan, 43 Jahre jung, und grinst. In jüngeren Jahren habe er Leistungssport betrieben. Zwar nur als Hobby, aber immerhin. Die Nordische Kombination musste es als Kind schon sein, mit Skispringen und Langlauf. „Fürs Training bin ich auch Fahrrad gefahren, habe später außerdem bei vielen Radrennen mitgemacht. Durchaus erfolgreich,“ setzt er verschmitzt hinzu.

Mit Radfahren Geld verdienen

Während des Studiums jobbte Stefan viele Jahre lang beim Dresdner Fahrradkurier. Damals habe er angefangen, mit Radfahren sein Geld zu verdienen. Die damalige Tätigkeit unterscheide sich zwar sehr von seiner heutigen. „Aber ich arbeite in einer Branche, mit der ich mich zu 100 Prozent identifizieren kann. Das finde ich toll!“, sagt Stefan.

Marketing, Kilometer und Charity

Die Parallele Passion kannte er schon, bevor sein Arbeitgeber Little John Bikes mit der Idee an ihn herantrat, sich bei dieser Charity-Challenge zu beteiligen. Denn Stefan war bereits jahrelanger Nutzer der Strava-App, und der dazugehörige Strava-Club war ihm dort bereits aufgefallen. Nun ist der Fahrradfan und Marketing-Mann mit für die Kooperation zwischen dem Fahrradhändler und der Challenge zuständig, selbst Mitglied im Club und speist dort auch seine Kilometer ein.

Mit einem Rad an der Wand …

„Die Idee der Parallelen Passion finde ich prima! Da ist eine Community, man fährt Rad und tut damit etwas Gutes.“

Er findet es cool, dass Leute, die eigentlich gar nichts mit Fahrrädern zu tun haben, so etwas auf Beine stellen. „Uneigennützig und sehr professionell aufgezogen. Super!“, sagt er und muss auf die anschließende Frage, wie viele Fahrräder jemand wie er eigentlich habe, scharf nachdenken. Denn eins hängt bei ihm wie ein Bild an der Wand.

… und sechs weiteren für den Alltag

Menschen hinter der Parallelen Passion: Stefan Lozowik, Hobby-Athlet wird Genuss-Vielfahrer

„Also,“ beginnt Stefan, während man ihn hinter seiner Stirn zählen sieht. „Ich habe tatsächlich sieben Fahrräder“, sagt er dann. Das an der Wand ist ein nostalgisches Rennrad, Marke Eddy Merckx. Er habe ein zweites Rennrad jüngeren Datums aus Carbon, mit dem er gerne fahre. Dazu kämen zwei Mountainbikes, ein älteres und ein moderneres. Darüber hinaus habe er zwei Räder für die Stadt.

Heißgeliebtes Kneipenrad

„Das eine nenne ich Kneipenrad, weil ich es überall hinstellen kann, auch mal eine ganze Nacht lang. Denn es ist alt, wurde oft repariert und sieht so aus, dass es niemand mitnehmen würde“, beschreibt Stefan. Das andere Stadtfahrrad für längere Touren ließe er hingegen ungern unbeaufsichtigt. Gegenwärtig entsteht außerdem ein Gravelbike – ein Mittelding zwischen Mountainbike und Rennrad. Das sei ein neuer Trend.

Auto? Steht herum!

Die Leute führen erheblich mehr Fahrrad, es würde immer mehr zum Status-Symbol, so Stefan. Dazu habe auch die Corona-Krise beigetragen. Als Vater zweier Kinder freue er sich darüber, dass immer mehr Menschen in die Pedale treten, und er hoffe, dass dies so bliebe. Zusammen mit seiner Lebensgefährtin, seiner sechsjährigen Tochter und seinem vierjährigen Sohn ist er zumindest so viel unterwegs, dass das noch vorhandene Auto eigentlich nur herumstünde.

Fortbewegungsmittel Nummer 1

„In Dresden ist ja alles per Fahrrad erreichbar“, sagt Stefan, dessen Lebensgefährtin ebenfalls in der Zweirad-Branche tätig ist. „Für mich ist es das Fortbewegungsmittel Nummer 1! Kein Stau, draußen sein, die Natur genießen, etwas für den Körper tun – ist alles dabei.“ Auch die Einkäufe werden per Fahrrad erledigt. Ohne Anhänger, dafür – vielleicht als Erinnerung an die Kurierdienst-Zeiten – mit großem Rucksack.

Erzgebirge, Berlin & Co.

Stefans besondere Leidenschaft sind jedoch längere Touren. Eine eher überschaubare Variante sind Abstecher in die Dresdner Heide. 3-Tages-Touren durchs Erzgebirge hat er kürzlich ebenfalls bereits absolviert. Eine Traditionsveranstaltung ist die November-Fahrt mit Freunden nach Berlin. Ob sie in diesem Jahr stattfinden kann, steht natürlich jetzt im Juni 2020 noch in den Sternen.

Früher Wettkämpfer, heute Vielfahrer

Wie könnte es anders sein: Stefan ist Mitglied weiterer Fahrrad-Communities. Doch mit denen sei er nur noch sporadisch unterwegs. Das Leben als Vater habe da durchaus etwas verändert. Früher habe er viel mehr auf Wettkämpfe hingearbeitet. Jetzt nutze er das Radfahren eher zum Abschalten und zum Genießen. Er habe sozusagen einen Wandel vom Hobby-Athleten zum Genuss-Vielfahrer hinter sich.

Kleine Fahrrad-Enthusiasten begeistern

Das väterliche Vorbild wirkt: Das Töchterlein bekam zu Ostern 2019 nämlich einen Tacho für ihr kleines Fahrrad geschenkt. Auf den Tag ein Jahr später zeigte dieser einen Stand von 1.000 Kilometern an. Na dann – die nächste Fahrrad-Enthusiasten-Generation sitzt bereits begeistert auf dem Sattel.

Engagiert für TABALUGA

… genau so wie mit Sicherheit sehr bald die Kinder des TABALUGA Kinderheims im Osten Leipzigs, das von Little John Bikes im Rahmen der ersten Charity-Etappe Anfang Juni 2020 drei neue Fahrräder, Helme und vieles mehr geschenkt bekommen hatte. Demnächst werden Leipziger Little John Bikes Mitarbeiter noch die alten Fahrräder reparieren, die es dort bereits gab. Damit mehr Kinder als bisher mit diesem tollen Fortbewegungsmittel unterwegs sein können. Und TABALUGA hat dann sogar mehr Fahrräder als Stefan.

Das Team der Parallelen Passion wünscht allen Kindern und Erwachsenen gute Fahrt und drückt Stefan die Daumen für die diesjährige Tour nach Berlin.

Hier geht es zum Strava-Profil von Stefan.

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