Bären am Weg

Mit dem Rennrad in Rumänien – Patrick Wimmer würde das wieder machen. Im Juli entdeckte der Keyaccount Manager für Kunststoff und Lichtwerbung mit fünf Freunden und Begleitfahrzeug spannende Routen in diesem Land. Ein Gespräch über Pferdefuhrwerke, die Karpaten und Bärenalarm.

Durch die Karpaten

Mehrere hundert Parallele-Passions-Kilometer wurden in Rumänien gefahren. Wie kommt ein Rennradbegeisterter aus Baden auf die Idee, dieses Land zu bereisen? „Ein Arbeitskollege hatte im vergangenen Jahr eine von ihm organisierte Karpatenrunde mit dem Motorrad gedreht. Von Polen ging es bis nach Österreich. Die Bilder, die er in seinen Status stellte, gefielen mir“, erzählt Patrick.

Gruppe schnell komplett

Patrick fragte eine einwöchige Rennradtour durch Rumänien an, drei Wochen später legte ihm der Freund einen Entwurf vor. Kämen sechs Leute mit, würde er es machen. Beide rührten die Werbetrommel, Patrick unter anderem beim RSV Hofweier, einem Radfahrverein, zu dessen Mitgliedern er gehört. Schnell war die Gruppe komplett, Flüge und Hotels wurden gebucht. Dann kam Corona und zunächst die Absage der Tour. Drei Wochen vorm Start stand fest: Die Reise findet statt.

Lust aufs Unbekannte

Am 9. Juli fuhr der Organisator die Räder im Begleitfahrzeug nach Sibiu, die Fahrer flogen von Baden-Baden aus hinterher – eine Flugverbindung, die den zahlreichen Erntehelfern zu verdanken ist, die auf badischen Feldern arbeiten. „Ich war gespannt. Die Bilder waren vielversprechend gewesen. Unberührte Natur, Pferdefuhrwerke – wir alle hatten Lust aufs Unbekannte“, so Patrick.

Aufbruch trotz Alarm

Sibiu war Start und Ende der Tour. Von dort aus startete das Team am ersten Tag die längste Strecke. Über 158 km und 1.100 Höhenmeter ging es nach Bran, tags drauf bis Corbeni, dann sollte die erste Bergetappe folgen. Am Vorabend gab es jedoch einen offiziellen Alarm auf alle Handys – der die einheimischen Gäste nicht zu interessieren schien. „Alle sahen zwar auf ihre Mobiltelefone, steckten die dann aber wieder weg und blieben ruhig. Also blieben wir das auch“, erinnert sich Patrick. „Denn es war Bärenalarm, was hieß, dass im weiteren Umkreis Bären gesichtet worden waren.“ Das hielt die Gruppe nicht davon ab, am nächsten Morgen aufzubrechen und die Transfogarascher Hochstraße bis ins Olt-Tal in Siebenbürgen in Angriff zu nehmen. Die Straße verläuft zwischen den zwei höchsten Bergen der Karpaten. Aufgrund ihrer Höhe wird sie auch „Straße in den Wolken“ genannt.

Gefährliche Rückfahrt

Eine angenehm hügelige Strecke führte ins Gebirge. Nach zehn Kilometern war der erste Bär in einem Gebüsch zu sehen, kurz darauf saß ein weiterer am Straßenrand. Patrick: „Dieses große braune Tier saß da und beobachtete den Verkehr, wir fuhren an ihm vorbei. Da dachte ich: Schade, meine GoPro hatte ihn gar nicht aufgenommen. Also fuhr ich zurück und ein weiteres Mal an ihm vorbei. Meine Freunde fragten mich später, ob ich mir Gedanken gemacht habe, dass das gefährlich hätte sein können. Da musste ich verneinen, daran hatte ich nicht gedacht. Hoffentlich habe ich den Bären nun auch wirklich drauf auf der GoPro, hab noch gar nicht nachgesehen …“

Hier gehts zu Patricks Strava – und Instagramprofil.

Im nächsten Teil geht es weiter mit Patricks Reise … bleibt gespannt!


Erster Teil Patricks kleiner Reisedokumentation:

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